Schwerpunktthema in dieser Ausgabe: Wo Altautos am Hafen zu wertvollen Rohstoffen werden
Liebe Leserin, lieber Leser!
Die Leistungsfähigkeit unserer Verkehrsinfrastruktur zu sichern, ist eine anspruchsvolle Daueraufgabe. Allein in Nordrhein-Westfalen sind über 2.400 Brücken in der Zuständigkeit von Land und Bund marode, fast 800 davon gelten als mangelhaft. Ein wesentlicher Grund dafür sind die Belastungen durch Schwertransporte: Ein Lastwagen mit 10 Tonnen Achslast beansprucht die Verkehrswege bis zu 160.000-mal stärker als ein Kleinwagen.
Schwertransporte verstärkt über die Wasserstraße zu steuern, ist daher ein naheliegender Ansatz – mit ökonomischen und ökologischen Vorteilen. Güterschiffe helfen nicht nur, Staus zu vermeiden und Schäden an der Verkehrsinfrastruktur zu reduzieren, sondern schonen zugleich die Umwelt. Wie wir in dieser Ausgabe berichten, hat sich die Dortmunder Hafen AG an einem Pilotprojekt von Bund und Land NRW beteiligt, das die Wasserstraßen für Großraum- und Schwertransporte (GST) attraktiver machen soll.
Das Ergebnis: In Dortmund entstand der bundesweit erste GST-Mikrokorridor – eine klar definierte, technisch geprüfte Route, die den beteiligten Unternehmen die Planung erleichtert.
Auch die weiteren Themen dieser Ausgabe zeigen, dass im Hafen die Weichen für vielfältige Zukunftsprojekte gestellt werden. Der inhaltliche Bogen reicht von Innovationen in der Kreislaufwirtschaft beim Hafenanlieger TSR über den bevorstehenden Anschluss des Speicherstraßenquartiers an das Fernwärmenetz bis hin zu den Plänen für ein neues, auf Trailer spezialisiertes Terminal auf der Westfalenhütte.
Darüber hinaus blicken wir gemeinsam mit Torsten Schütte, langjähriger Geschäftsführer der Container Terminal Dortmund GmbH (CTD), auf die Erfolgsgeschichte des Unternehmens – und wie diese fortgeschrieben wird.
Ich wünsche wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen dieser Ausgabe.
Ihre Bettina Brennenstuhl
Vorständin Dortmunder Hafen AG
